Deutsche Hydrologische Gesellschaft

Am 23. September 2011 fand die Gründungsversammlung zur „Deutschen Hydrologischen Gesellschaft e.V.“ statt, die in der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), Koblenz abgehalten wurde. Auf dieser Sitzung wurde u.a. das Geschäftsführende Präsidium benannt, das sich aus den folgenden Mitgliedern zusammensetzt:

  • Prof. Nicola Fohrer, Universität Kiel – Präsidentin
  • Prof. Markus Weiler, Universität Freiburg –  Vizepräsident
  • Prof. Markus Casper, Universität Trier – Schatzmeister
  • Prof. Axel Bronstert, Universität Potsdam – Schriftführer.

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Ziel der „Deutschen Hydrologischen Gesellschaft“ ist die Förderung der Hydrologie in Forschung, Lehre und Praxis, wobei die Bildung einer breiten Basis an der Hydrologie interessierter Fachleute die wesentliche Voraussetzung bildet. Ein gewähltes Gremium soll hierzu fachliche Schwerpunkte formulieren und Impulse für die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen und deren Anwendung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis entwickeln.

Wesentliche Zielsetzungen der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft (auszugsweise):

  • Verbesserung des hydrologischen Wissens als Teil der nachhaltigen Nutzung und des Schutzes der Umwelt
  • Erfahrungs- und Informationsaustausch, besonders auch zwischen wissenschaftlichen Aktivitäten und beruflicher Praxis
  • Erforschung der hydrologischen Prozesse und des Wasserkreislaufs
  • Mitwirkung bei der Förderung von Bildung und Ausbildung der Studierenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Förderung von wissenschaftlichen Publikationen
  • Durchführung von Tagungen, Seminaren und Fortbildungen
  • Pflege der Beziehungen zu nationalen und internationalen fachverwandten wissenschaftlichen Organisationen.

Mit Weiterbildungsangeboten zu einer Vielzahl von aktuellen Themen z.B. über die derzeitigen Kenntnisse zur zukünftigen Klimaentwicklung, der breiten Anwendung der N/A-Modellierung oder der Bedeutung des Wassers als weltweit limitierender Entwicklungsfaktor, sollen vor allem Praktiker, aber auch der wissenschaftliche Nachwuchs mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen vertraut gemacht werden.

Die Deutsche Hydrologische Gesellschaft ist offen für nationale sowie internationale Zusammenarbeit mit Gremien und Institutionen und strebt insbesondere die Kooperation mit der Fachgemeinschaft Hydrologische Wissenschaften (FgHW) in der DWA an. Daneben wird über die International Association of Hydrological Sciences (IAHS), die European Geosciences Union (EGU), etc. die internationale Anbindung erfüllt.

Exkursionsgruppe der Univ. Freiburg

Die Deutsche Hydrologische Gesellschaft führt i.d.R. keine eigenen Forschungsarbeiten durch, sondern stellt die Kommunikationsplattform zum Austausch im Bereich der Forschung dar. Dies soll erreicht werden durch:

  • Einrichtung von fachliche Arbeitsgruppen zu aktuellen und zukünftigen Themenschwerpunkten
  • Durchführung von Rundtischgesprächen seitens dieser Arbeitsgruppen, die den Stand der Forschung in Deutschland zu ausgesuchten Themen darstellen sowie etwaige Forschungsdefizite hierzu herausarbeiten als auch Möglichkeiten für interdisziplinäre Forschungsverbünde aufzeigen.

Hierzu ist die Geschäftsstelle der „Deutschen Hydrologischen Gesellschaft“ an der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) eingerichtet, die neben der koordinierenden Tätigkeit auch als Schnittstelle „Praxis – Forschung/Univ“ fungieren wird. Durch die BfG soll die wissenschaftliche Gemeinschaft der in der Hydrologie und der Gewässerkunde Tätigen mit der Bereitstellung der Infrastruktur dieser Geschäftsstelle unterstützt werden.